Eine Reise mit den Hurtigruten
by admin on Jan.21, 2010, under Cruise in Norway
Der Reisefotograf Glyn Genin beschreibt seine Eindrücke von den Hurtigruten, den faszinierenden Bootsreisen entlang Norwegens Küste: 3.200 Meilen mit pituresken Ausblicke, gutem Essen und angenehmer Gesellschaft.
Ein riesiges Kreuzfahrtschiff fuhr kurz vor Sonnenaufgang steuerbordseits an mir vorbei. Seine 10 Decks waren gepflastert mit protzigen Swimming Pools, einem Kasino, einem Spa, einem Kino und mehreren Bistros. Mein Hurtigruten Schiff hatte zwar nichts von alledem, aber ich war nicht neidisch auf die 2000 Kreuzfahrtpassagiere mit ihren Geldspielmaschinen, Paartanzklassen und Nachtbingo. Ich würde auf meiner 11-tägigen Reise mehr Norwegen zu sehen bekommen, als sie es sich jemals erträumen könnten. Die „Nordlys“ – mein Schiff – ist eines von 11 Schiffen, die zwischen Bergen im Südwesten Norwegens und Kirkenes nahe der russischen Grenze pendeln. Ursprünglich waren die Hurtigruten Versorgungsfahrten auf denen Post, Passagiere und Güter aller Art an Norwegens Küsten entlang transportiert wurden. Es gibt sogar noch 2 ältere Schiffe aus den zwanziger Jahren, die meisten sind aber Anfang der Jahrtausendwende gebaut worden und haben für 400 bis 650 Passagiere Platz.
Jeden Tag außer Weihnachten fährt ein Schiff aus Bergen nordwärts und braucht 11 Tage um wieder in Bergen anzulegen. Jeder der 34 Häfen auf der Route bekommt 2-mal täglich Besuch von Hurtigruten Schiffen, ein Schiff ist in Richtung Norden unterwegs und ein Schiff in Richtung Süden.
Das einchecken im neuen Terminal war einfach. Die Taschen werden auf Wunsch direkt vom Hotel in die Kabine gebracht – und zwar umsonst. Und dann ging alles ganz schnell: ich habe einfach die kreditkartengroße Bootskarte genommen, einen Deckplan von der Bootsrezeption geholt und los ging’s. Keine Schlangen, kein Anstehen. Die Bootskarten sind gleichzeitig Boarding Pass, Kabinenschlüssel und Zahlungsmittel an Bord.
Mein erster Eindruck der „Nordlys“ war das Heck auf dem ein breites, rotes Logo der Hurtigruten Kreuzfahrten prangte. Ich machte mich also auf, das Schiff zu entdecken. Es gab ein Restaurant, ein Kinderspielzimmer, Internet Cafe, Cafeteria, eine kleine Bücherhalle und mehrere Lounge Bars mit Kartenspielräumen. Das Aurora Cafe serviert Speisen und Getränke rund um die Uhr. Die Zimmer reichen von Einzelzimmern bis hin zu 2-Raum Suiten. Die Standardkabinen haben zwei Betten, eine Garderobe und ein Bad samt Dusche. Die Suiten besitzen sogar eine Badewanne und beheizten Fußboden.
Generell war die Stimmung eher locker und informell, es wurden – zu meiner Beruhigung – also keine Jacketts oder Krawatten beim Abendessen benötigt. Beim Buchen sollte man aber beachten, dass das Schiff auf der Backbordseite anlegt und Passagiere zusteigen und Ladung aufgenommen wird. Wer also einen leichten Schlaf hat, ist gut Beraten, die Steuerbordseite zu wählen.
Ich habe meistens das Buffet im Restaurant in Anspruch genommen. Frühstück, Mittagessen und Abendessen sind im Ticketpreis inbegriffen, wobei es an einigen Abenden sogar ein Drei-Gänge-Menü gab. Das Buffet selber war riesig und zu meiner Freude gab es neben internationaler Küche auch norwegische Spezialitäten. Suppen, Muscheln, Shrimps, Käse und geräucherter Lachs, Fleischgerichte, Eintöpfe, Gemüse und Obst und dazu noch ein großer Desserttisch ließen keinen meiner Wünsche offen. Kleiner Tipp am Rande: Neben dem Lachs sind die norwegischen Blaubeeren und Erdbeeren zu empfehlen genau wie alle Speisen, die mit örtlichen Zutaten zubereitet sind. Soweit ich weiß, werden einige Lebensmittel sogar auf der Route frisch aufgeladen. So kommen beispielsweise Riesengarnelen, Rentierfleisch und Spargel fang- beziehungsweise erntefrisch auf den Teller und das kann man schmecken.
Alkohol ist an Bord – wie in ganz Norwegen – verhältnismäßig teuer: ungefähr 6,70€ für ein Bier an der Bar. Es schien allerdings nicht unüblich zu sein, seine eigenen Getränke mit auf das Schiff zu nehmen.
An Deck und im Schiff gab es während meiner Reise eher weniger Entertainment, was ich aber nicht als schlimm empfunden habe, da mir die Aussicht genug Unterhaltung bot. Viele der anderen Gäste lasen ein Buch oder spielten eine Partie Karten in einer der Lounges mit Aussicht oder waren mit Kamera und Fernglas draußen. An Deck ist es dabei sehr ratsam, sich warm anzuziehen und windsichere Kleidung parat zu haben. Denn selbst wenn die Sonne scheint – im Sommer sind sogar Temperaturen bis zu 30°C möglich – kann das Wetter binnen weniger Minuten umschlagen.
Die Stopps in den verschiedenen Häfen sind mal kürzer mal länger. In größeren Städten sind es bis zu 4 Stunden Aufenthalt, in kleineren hingegen auch manchmal nur eine halbe Stunde. Die Hälfte der Reise ist das Schiff nördlich des Polarkreises unterwegs. Die Überquerung dieser unsichtbaren Linie rief Begeisterungsstürme und tosenden Applaus hervor.
Die Exkursionen an Land haben mir bis auf eine sehr gut gefallen. Man bekommt so einen kurzen, echten Eindruck von Land und Leuten. Der Morgenausflug am Nordpol war allerdings grau und regnerisch. Der Reiseführer meinte, dass sich die Sonne erst 11 Tage in dieser Saison blicken ließ. Kein Ort für mich.
Von Mitte April bis zum 14. September fahren die Schiffe nordwärts nach Geiranger und zum Trollfjord. Der Geirangerfjord ist UNESCO Weltkulturerbe und einer der Highlights für Besucher. Ich konnte die Adlerstrasse entlang zum Eidsdalsvatnetsee laufen, um danach die elf Serpentinen des Trollstigen Passes entlang zu gehen. Ich habe dann in Molde zu Mittag gegessen und bin 7 Stunden später wieder auf das Schiff aufgesprungen. Die Berge und Gebirgsbäche des Trollfjords sind ein weiteres Highlight. Weiter südlich bin ich auf See in ein kleineres Boot umgestiegen und habe eine Seeadler-Safari mitmachen können. Das werde ich nie vergessen: 11 Seeadler in einer Stunde.
Viele der Exkursionen sind saisonal, zum Beispiel die Schneemobil-Safari, der Besuch des Eis Hotels oder das Naturschauspiel der Nordlichter. Wegen des Golfstroms bleiben die Häfen Norwegens meist eisfrei, sodass die Reise per Schiff kein Problem ist. In Bergen dann habe ich dem Schiff samt Besatzung und Gästen Adieu gesagt und bin wieder an Land gegangen. Es ist schwer zu sagen, was während meiner 11-tägigen Reise am Spektakulärsten anzusehen war. Ich bin froh, dass ich sie gemacht habe und nun selbst Teil der Hurtigruten Geschichte bin.
Top Ten der Nordlicht-Videos auf YouTube
by ukadmin on Jan.19, 2010, under Northern Lights videos
Es gibt eine Vielzahl von Nordlicht-Aufnahmen. Wir haben YouTube durchsucht und die besten zehn Videos zum Nordlicht gekürt.
1. Faszinierende Nordlichter
Dieses Video fasst die Schönheit der Lichter in etwas über einer Minute zusammen und hält dabei einige sehr außergewöhnliche Bilder bereit. Atemberaubende Momente: der Himmel wird immer dunkler, die Nordlichter fangen an den Himmel zu erhellen und herumzuwirbeln und die Sterne komplettieren das Ganze noch.
2. Nordlicht in Nordnorwegen
Dieses Video zeigt eindrucksvoll, was die Vesterålen zu bieten haben.
3. 1993 Werbeclip: “Northern Lights” (Coca-Cola)
Coca-Cola machte sich die Nordlichter 1993 in einem animierten Werbefilm zunutze. Erfrischend, wie die Bären alle zur gleichen Zeit einen Schluck unter den Nordlichtern genehmigen.
4. Wissenschaftliche Erklärung des Nordlichts
Sicher, die Nordlichter sind wunderschön, aber wie entstehen sie eigentlich und warum? Für alle diejenigen, die versuchen Licht ins Dunkel zu bringen und das Phänomen der Nordlichter zu erklären, liefert dieses Video einen sehr guten Ansatzpunkt.
5. Nordlichter: Ansicht aus dem All!
Diese Aufnahmen machte der Astronaut Don Petit als er auf einer Mission zur International Space Station unterwegs war. Später wurden die Bilder zu einem inspirierenden Clip zusammengefügt.
6. Nordlichter am Nachthimmel
Der “Sky at Night”-Moderator Dr. Chris Lintott reist zu einer Radar-Anlage nicht weit von Tromsø in der Hoffnung, einen Blick auf Nordlichter zu erhaschen und er hat Glück dabei!
7. Kjetil Skogli – Nordlicht-Fotograf und Filmemacher
Nicht nur die Bilder dieses Videos sind faszinierend, Kjetil hat auch was die Musik betrifft eine ausgezeichnete Wahl getroffen – wahrlich nicht von dieser Welt!
8. Tromsø: der beste Ort auf der Welt, um Nordlichter zu bewundern?
Das Video zeigt eine Auswahl der Nordlicht-Spiele, die in der Tromsø-Region stattgefunden haben. Wie wäre es wohl, da zu wohnen?
9. Nordlicht über Karasjok, Norwegen
Ein wahrlich mystisches Erlebnis: In Karasjok, einer der größten Samensiedlungen Norwegens, kann man das Nordlicht besonders gut beobachten.
10. Aurora Borealis
Nordlichtfee am Zaubern: Genießt das ganze Spektrum des prachtvollen Farbenspiels der Polarlichter.
Was ist dein Lieblings-Nordlicht-Video? Schreib einen Kommentar und lass uns auf jeden Fall wissen, falls wir ein Video nicht erwähnt haben!
(English) Joanna Lumley: In search of the Northern Lights
by Franceadmin on Jan.19, 2010, under Northern Lights in the media
Kommentar MehrDer dänische Musiker Henrik Hytteballe über inspirierende Nordlichter
by admin on Jan.04, 2010, under Inspired by Northern Lights
Auf der “Northern Lights” Site ist ein Song des dänischen Musikers Henrik Hytteballe zu hören. Inspiriert von den Nordlichtern entstand der Song während eines Urlaubs in den nördlichen Regionen Norwegens. Er ist ebenfalls auf dem Album „Haiku“ aus dem Jahr 2006 zu finden.

Hytteballe:
„Ich war schon sechs mal zum Skifahren in Norwegen, davon allein vier mal mit Familie und Freunden in einer Hütte in Fåvang, nahe Lillehammer. In klaren Nächten konnten wir, inmitten der schneebedeckten Natur, die Nordlichter beobachten. Absolut atemberaubend . Ich hatte zuvor Aufnahmen der Aurora Borealis gesehen, aber Fotos und Filme können das nicht vermitteln, es ist einfach nicht dasselbe, wie sie selbst zu erleben.“
„Als Songwriter und Komponist inspiriert mich das Leben, die Natur, sämtliche Erlebnisse fließen in die Musik ein. Das Nordlicht in ihrer Erhabenheit mit eigenen Augen gesehen zu haben erfüllte mich mit kreativen Gedanken und ich wollte ihrer Pracht in meiner Musik Ausdruck verleihen.
Ergebnis war das Stück „Northern Lights“.
Das Nordlicht fotografieren – Tipps von Lars Ivar Henriksen
by admin on Jan.04, 2010, under Capturing Northern Lights
Diese Woche kommt unser Blogartikel von Lars Ivar Henriksen, einem Amateurfotografen aus Norwegen. Er wird uns einige seiner Tricks verraten und ein paar seiner besten Fotos mit uns teilen.
Nordlichter fotografieren – Tipp 1
Um gute Fotos von Nordlichtern zu schießen muss man ihnen auflauern – sie erscheinen nicht einfach ohne weiteres. Deswegen mein Rat: Reist irgendwo hin, wo es wirklich dunkel ist und ihr jedes, auch noch so kleine Licht am Himmel sehen könnt.
Tipp 2 für die besten Schnappschüsse
Im Prinzip ist es gar nicht so schwer ein gutes Foto von Nordlichtern zu machen, aber für diejenigen, die noch nie eines mit eigenen Augen gesehen haben, mag es schwierig sein sich das vorzustellen.
Wie gesagt, der beste Platz ist eine wirklich dunkle Gegend. Tromsø im Norden Norwegens ist so ein Platz, wo man die Nordlichter fantastisch sehen kann. Allerdings stören hier die Lichter der Stadt manchmal ein wenig im Objektiv der Kamera . Am Besten ist es also, man fährt ein kleines Stückchen aus der Stadt raus, wenn man Landschaftsaufnahmen haben möchte. Natürlich kann man auch aus der Stadt heraus tolle Aufnahmen machen, allerdings kann es sein, dass die Farben nicht ganz so lebendig werden.
Nordlicht-Fototipp 3
Richtet eure Ausrüstung bevor ihr loszieht! Was man unbedingt benötigt, ist ein Stativ. Es ist zur Winterzeit zu keiner Zeit wirklich hell in Norwegen, was lange Belichtungszeiten nötig macht. Damit die Aufnahmen nicht verwackeln muss die Kamera absolut ruhig stehen.
Wenn man die Nordlichter auf Film festhalten möchte: Tipp 4
Akkus! Nordlichter zeigen sich meistens wenn es wirklich kalt ist, also braucht man Ersatz-Akkus, da sich diese in der Kälte schnell aufbrauchen werden. Und natürlich warme Kleider, es könnte sein, dass man eine Zeit da draußen ausharren muss.

Das Objektiv: Tipp 5
Ich empfehle ein Weitwinkel-Objektiv. Man mag sich denken, ein Nordlicht sähe auf einem Foto schon für sich alleine toll aus, aber letztendlich wird es nicht den ganzen Eindruck machen, wenn man keine Landschaft in Relation dazu sieht. Mächtige norwegische Natur in den Hintergrund eines Nordlichts zu setzen, wird es noch magischer aussehen lassen.
Nun wird es technisch: Tipp 6
Nordlichter sind bewegte Objekte, also gibt es zwei Möglichkeiten sie zu fotografieren. Das Licht im Detail oder mit Bewegungsunschärfe. Ich mag die detaillierten Aufnahmen lieber, weil diese eher dem Eindruck entsprechen den man hat, wenn man ein Nordlicht persönlich erlebt. Dazu muss man versuchen die Verschlusszeiten so kurz wie möglich zu halten und die Blende zu öffnen.
Das war es eigentlich schon. Allerdings glaube ich, dass ich in Bezug auf Nordlichter mit einem Fluch belegt bin. Immer wenn ich nach Hause aufbreche, dann erscheinen sie um mich zu locken. Aber sobald ich zuhause bin und meine Kamera schnappe, verschwinden sie wieder. Letztendlich reizt mich das aber noch mehr eines vor die Linse zu bekommen.
Darüber hinaus mache ich auch gerne Bilder von Tromsø. Ihr könnt sie euch hier ansehen, oder auch auf meinem Flickr-Account. Und lasst mir gerne ein paar Kommentare da.
Wer es einfacher mag, kann sich hier auch sein eigenes Nordlicht zaubern. Garantiert ohne kalte Füße.
Meine Begegnungen mit den Nordlichtern: Lars Ivar Henriksen
by admin on Jan.04, 2010, under My Northern Lights Experience
Der Fotograf Lars Ivar Henriksen spricht über seine Begegnungen mit den Nodlichtern:
Wann hast du die Nordlichter gesehen?
Naja, da ich in Tromsø lebe sehe ich sie eigentlich fast jede Woche, gerade Vorgestern habe ich sie gesehen. Zurzeit ist das Wetter etwas milder aber vielleicht habe ich ja heute wieder Glück.
Wo gehst du hin um die Nordlichter gut sehen zu können?
Man sieht sie ja meistens im Winter, ich gehe dann abends manchmal mit meiner Freundin spazieren aber sie erscheinen dann natürlich immer wenn ich die Kamera zuhause gelassen habe (lacht).
Beschreib uns doch mal wie du die Fotos gemacht hast..
Ich habe mich etwas von Tromsø entfernt damit ich in völliger Dunkelheit fotografieren konnte. Die Bedingungen waren perfekt, es war kalt und der Himmel war Wolkenfrei. Vor ein paar Jahren war ich mit meiner Klasse auf einem Ausflug in die schneebedeckte Natur rund um Tromsø. Wir haben die Nacht in selbstgebauten Iglus verbracht und ich kann dir sagen: Ich hätte nicht gedacht wie viel Arbeit nötig ist um so ein Ding zu bauen, wir haben fast fünf Stunden gebraucht. Ich hatte vorher nie in einem Iglu geschlafen und so war es für mich natürlich ein Abenteuer. Als wir gerade schlafen wollten rief uns der Lehrer nach draußen und als wir aus unseren Schneehöhlen kamen, sahen wir den gesamten Himmel von Lichtern bedeckt. Es war das Verrückteste was ich je gesehen habe, grüne Lichter tanzten schneller und deutlicher als alle Nordlichter die ich bis dahin beobachtet hatte. Es war merkwürdig, wir haben nach einer Zeit angefangen zu Tanzen, aber ich denke es waren nicht nur die Polarlichter, sondern natürlich auch die Kälte die uns tanzen ließ (lacht). Es war einfach unvergesslich.
Erzähl uns mehr über die Lichter, wie hast du dich gefühlt als du sie gesehen hast? War irgendein Geräusch zu hören?
Wenn die Nordlichter so stark sind, hat man fast das Gefühl man kann sie greifen. Man hat die optische Illusion sie seien nur zehn Meter entfernt, es ist einfach schön sie anzusehen und es beruhigt ungemein. Geräusche hört man keine, es ist total still.
Welches Kamera-Equipment benutzt du für diese Bilder?
Ich persönlich benutze eine Nikon D200 mit einem normalen Weitwinkelobjektiv für Landschaftsaufnahmen.
Hast du irgendwelche Tipps für die perfekte Aufnahme?
Landschaftsaufnahmen müssen einen weiten Horizont haben um zu wirken, man braucht aber zusätzlich einen nahen Bezugspunkt im Bild um die Proportionen schön darzustellen. Das Bild hier ist ein gutes Beispiel für solch ein Foto:
Es bietet sich oft an den vordergründigen Teil des Motivs nicht Zentral ins Bild zu setzen. Leicht nach links oder rechts verschobene, nahe Bezugspunkte im Bild schaffen zusätzliche Perspektive und Tiefe im Foto.
Hast du e in Lieblingsfoto der Nordlichter? (Muss nicht eins von dir sein)
Ja ich habe ein Lieblingsfoto das man auf Flickr sehen kann, ich liebe einfach die Reflektionen der Lichter auf dem Wasser.
Gibt es einen speziellen Ort den du für Fotos von den Nordlichtern empfehlen würdest?
Man sollte einfach nach einem schönen Ort mit einer Aussicht suchen, oder wie in meinem Lieblingsbild einen Ort wo man die Reflektionen der Lichter einfangen kann. Es gibt keine festen Regeln für die perfekte Location, einfach rausgehen und Spaß haben.
Lars ist ein Amateurfotograf aus Norwegen, einige seiner Fotos kann man auf seiner Website sehen:
Norwegische Weihnachtstraditionen
by admin on Dez.23, 2009, under Norway Northern Lights
Es gibt wenige Länder in denen Weihnachten mit solcher Herzlichkeit gefeiert wird. Der Duft von Orangen, Gewürzen und roten Tulpen erfüllt die Luft. Lebkuchen werden gebacken und Kerzen angezündet, die Weihnachtsbäume werden mit Äpfeln, Weihnachtskugeln, Lametta und süßen Leckereien behängt. Wie Hierzulande ist der Weihnachtsabend des 24. Dezembers in Norwegen und allen skandinavischen Ländern der Höhepunkt des Festes. Heiligabend heißt in Norwegen „Julaften“.
Die norwegischen Weihnachtswichtel
Einer norwegischen Tradition folgend stellen Kinder am 24. eine Schale Reispudding für die Weihnachtswichtel, die so genannten „Fjøsnissen“ vor die Tür. Der „risengrynsgrøt” Pudding ist eine beliebte Süßspeise die zu Weihnachten gegessen wird. In eine große Schale Pudding wird eine einzelne Mandel hineingegeben, wer sie am Ende auf dem Teller hat gewinnt einen kleinen Preis.
Traditionell norwegisches Weihnachtsessen:
Obwohl es verschiedene traditionelle Weihnachtsgerichte in Norwegen gibt, so ist Kabeljau mit Speck, Erbsenpüree, Kartoffeln und Sauerkraut mit Abstand das beliebteste. Im östlichen Teil Norwegens werden auch gerne Schweinerippchen zu Heiligabend gereicht. Bei den Desserts liegt der berühmte Reispudding ganz weit in der Gunst der Norweger vorne, gerne auch mit Schlagsahne und Blaubeersauce. Alternativ gibt es auch Karamellpudding mit einer Sherry Mousse.
Ein spezielles Weihnachtsbier, das so genannte „juleøl“ benetzt die Kehlen der Norweger und der Touristen in der Weihnachtszeit. Es ist etwas dunkler und stärker als das normale norwegische Bier. Die unalkoholische Alternative sind die „julebrus“, Himbeer und Orangen Erfrischungsgetränke mit Kohlensäure. Am Weihnachtsabend kommt wie bei uns der Weihnachtsmann und bringt den Kindern ihre Geschenke. Man sitzt bei Lebkuchen und Bowle beisammen und genießt das geruhsame Weihnachtsfest. Aber das ist nicht alles: Als ob es nicht genug zu tun gäbe, backen norwegische Mütter sieben verschiedene traditionelle Weihnachtsplätzchen, die „julekaker“. Jede Region, ja jeder Haushalt hat seine eigenen Rezepte. Einer der beliebtesten ist der „julekaker“ aus Lebkuchen mit einer Zuckerglasur. Die Plätzchen schmücken dann die dekorierten Fenster und den Weihnachtsbaum.
„Jule“ Tradition
In der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr (romjulen) ziehen die Kinder in Norwegen von Haus zu Haus um sich an den Türen weihnachtlich mit Süßigkeiten beschenken zu lassen. Die Tradition heisst „julebukk“, die Abgabe von Süßem ist jedoch völlig freiwillig und niemand bekommt böse Streiche gespielt, wenn nichts Passendes im Haus ist.
God Jul! (Frohe Weihnachten)
Was steckt hinter den Polarlichtern
by admin on Dez.09, 2009, under Cruise in Norway, Culture of Norway, Norway Northern Lights, Sami
Der norwegische Nachthimmel und seine Polarlichter: Dieses Naturschauspiel live zu erleben verschlägt jedem den Atem und ist kaum in Worte zu fassen. Nur: Was steckt hinter den Lichtern am dunklen Himmel? Die samische Erklärung, dass die Nordlichter das Werk Gottes seien und die vielen anderen Mythen und Legenden, sind sicher ganz interessant, aus wissenschaftlicher Sicht aber wohl kaum haltbar.
Schuld an den Polarlichtern, natürlich im positiven Sinne, ist der Sonnenwind. Dieser braucht im Normalfall ungefähr 3 Tage, um die Erde zu erreichen. Bei Sonneneruptionen kann es natürlich auch schneller gehen. Wenn der Sonnenwind nun auf das Magnetfeld der Erde, die Magnetosphäre, trifft, wird dieses regelrecht verformt. Während Teile des Sonnenwindes dadurch abgelenkt werden, verschmelzen andere mit den Magnetfeldlinien. Die elektrisch geladenen Sonnenwindteilchen strömen so in Richtung der Pole. Beim Zusammenstoß dieser Teilchen mit Partikeln der Erdatmosphäre werden die Luftmoleküle zum Leuchten gebracht und erzeugen so das Polarlicht.
Die Erde wird ständig mit Sonnenwind „beschossen“. Da es aber gewisse Schwankungen hinsichtlich der Stärke des Sonnenwindes gibt, sind die Wirkungen durchaus unterschiedlich. Je stärker das Magnetfeld der Erde also dem Sonnenwind ausgesetzt wird, desto ausgiebiger fallen auch die Polarlichter aus. Wer mit der Beobachtung des Nordlichts also auf Nummer sicher gehen will, sollte sich nördlich des Polarkreises befinden.
Wie kommen aber die unterschiedlichen Verfärbungen des Nordlichtes zustande? Hierfür gibt es im Prinzip zwei Ursachen: die Art der Atome und deren Höhenlage. Grünes Licht entsteht durch Sauerstoffatome, die in gut 100 km Höhe angeregt werden, rotes Licht hingegen durch Sauerstoffatome in etwa 200 km Höhe. Da die Sonnenwinde nur in Polarkreisnähe tiefer in die Atmosphäre eindringen können, sind Polarlichter in gemäßigten Zonen daher eher rot. Violettes bis blaues Licht senden angeregte Stickstoffatome aus. Allerdings sind hierbei sehr hohe Energien notwendig, weshalb diese Farben meist nur bei starkem Sonnenwind zu beobachten sind.
Erstaunlicherweise konnten die verschiedenen Farbabstufungen der Polarlichter erst kürzlich geklärt werden, die genauen Mechanismen wurden 2008 mit Hilfe von 5 NASA Satelliten erstmals beobachtet.
Die Sami
by admin on Dez.08, 2009, under Uncategorized
Die Ureinwohner Norwegens, die Sami, nutzen seit jeher, was Nordskandinavien zu bieten hat: sie jagen, sie fangen Fische, sie bebauen ihre Felder, sie ziehen mit ihren Rentierherden von Weideplatz zu Weideplatz. Auch heute noch sind zwei Drittel beruflich mit der Rentierwirtschaft verbunden, nur 15% der modernen Samen leben von der Rentierzucht.
Wer jetzt glaubt, dass die Sami aufgrund dieser doch sehr eintönigen Tätigkeiten, ein tristes oder gar langweiliges Volk sind, irrt sich. Schon die traditionelle Bekleidung bietet einen Kontrapunkt. Lederschuhe mit hochgezogener Spitze und bunten Schuhbändern, Lederhosen, Kolt (kittelähnliches Oberteil mit Schößchen) und Brustschmuck oder Halstuch mit Mütze lassen es an Farbenpracht kaum mangeln. Auch hinsichtlich ihrer doch sehr eigen klingenden Gesangeskünste, dem sogenannten Joik-Gesang, beweisen sie einmal mehr ihre Extrovertiertheit. Wenn man dieses Joiken in Worte fassen wollte, könnte man es wohl als Mischung aus Jodeln und indianischen Gesängen beschreiben. Je nach Stimmung und Situation lassen sie ihren Emotionen freien Lauf und tragen sie ganz offen und spontan vor. Wer einen ersten Eindruck bekommen möchte, sollte in ein paar Lieder der Sängerin Mari Boine reinhören. Sie vermischt traditionelle Folklore-Elemente mit modernen Pop-Anleihen und hat damit über die Grenzen Norwegens hinaus großen Erfolg.
Ein wesentliches Wesensmerkmal der Samen ist ihr Stolz. Dieser fängt bei den Gewändern an, geht über das Joiken bis hin zur Sprache. Sicher, in Nordskandinavien werden auch die offiziellen Landessprachen (norwegisch, finnisch, schwedisch und russisch) gesprochen. Darüber hinaus legen die Sami aber auch viel Wert auf die eigene samische Sprache, die finnische, ungarische und estnische Attribute aufweist. Für Ortsfremde ist das Joiken schon allein deswegen kaum zu verstehen. Zudem kommen viele verschiedene Dialekte erschwerend hinzu.
Mit Stolz zelebriert wird auch der Nationalfeiertag. Gefeiert wird am 6. Februar der erste Sami Kongress von 1917, das erste formelle multinationale Treffen der Sami. Dies wird jedes Jahr von etlichen Veranstaltungen begleitet. Eines der Highlights sind die jährlichen Rentierrenn-Meisterschaften am 8. Februar, die sowohl Einheimische als auch Besucher jedes Mal aufs Neue begeistern. Und wenn man schon mal vor Ort ist, kann man diese Meisterschaften auch wunderbar mit den Nordlichtern kombinieren. Ein weiteres Ereignis ist das samische Osterfestival, bei dem seit vielen Generationen der Ausklang des Winters gefeiert wird. Musikalische Darbietungen, Ausstellungen, Schauspiele – ja selbst Hochzeiten rahmen diese Feiern ein.
Das Nordlicht: Wo kann man es am besten beobachten?
by admin on Nov.30, 2009, under Norway Northern Lights
Ob Grün oder Gelb, mit einem Hauch von Pink, weißen Rändern oder einem violetten Kern, in ganz seltenen Momenten auch Tiefrot – die Farben des Nordlichts (Aurora Borealis) sind wohl genauso zahlreich wie seine Ausprägungen. Wie und ob man es erlebt, hängt vor allem vom buchstäblichen Standpunkt des Betrachters ab. Man darf sich nicht allzu weit vom Polarkreis entfernen, denn nur in der Nähe des Nordpols sind die Lichter am besten zu sehen. Daher sind insbesondere Skandinavien, Island und Kanada optimale Beobachtungsplätze.
In den nördlichen Regionen Norwegens, nördlich der Lofoten, und des Polarkreises sitzt man also, wenn es um die Betrachtung der Nordlichter geht, in der ersten Reihe. Am häufigsten treten sie in den Küstenregionen von Troms und Finnmark auf. Diese sind nicht nur vorteilhafte Plätze aufgrund ihrer günstigen geografischen Lage, sondern auch wegen geringer Lichtemissionen, wodurch die Nordlichter wesentlich deutlicher zu erkennen sind. Gute Neuigkeiten also für alle Touristen: man muss keine Polarexpedition machen, um die Nordlichter zu sehen – es sei denn, man möchte.
Tromsø, übrigens die nördlichste Universitätsstadt der Welt, liegt 350km nördlich des Polarkreises und direkt im Zentrum der Nordlichtzone. Somit ist die Stadt nahezu der perfekte Ort für die Beobachtung der Lichter. Eine noch bessere und vor allem klarere Sicht bekommt man, wenn man mit dem Schneemobil einen Ausflug in die freie Natur macht oder mit dem Schiff entlang der Küste bis zum nördlichsten Punkt Europas , dem Nordkap, fährt.
It’s showtime! heißt es vor allem zwischen 16 Uhr Abends und 2 Uhr Morgens. Niemand muss sich die Nächte um die Ohren schlagen, um einen Blick auf die Nordlichter zu erhaschen. Der optimale Zeitpunkt ist gegen 22 Uhr, wo das Schauspiel seinen Höhepunkt erreicht. Neben der Uhrzeit ist natürlich auch die Jahreszeit entscheidend. Dass die Nächte im Zeitraum zwischen Mitte April und August sehr kurz sind, ist wohl bekannt.
Und obwohl das Nordlicht ein Ganzjahresphänomen ist, ist es in dieser Zeit tatsächlich zu hell für eine gute Sicht auf das Nordlicht. Im Gegenzug sind die Nächte zwischen Mitte Oktober und Mitte März wesentlich länger, wodurch die Wahrscheinlichkeit dieses einmalige Naturschauspiel zu beobachten, wesentlich höher wird.



